20.12.13

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Report 2013

Reisekarte 2013

09.01.2013_-_06.02.2013_Dominikanische_Republik_/_Punta_Cana

12.05.2013_-_19.05.2013_AIDAaura_/_Adria

23.06.2013_-_30.06.2013_Harz / Gernrode

16.07.2013_-_19.07.2013_Nordfriesland / Tönning

15.08.2013_-_27.08.2013_Schwarzwald_/_Freudenstadt_

27.08.2013_-_05.09.2013 Schwarzwald_/_Todtnau_Muggenbrunn

05.09.2013_-_07.09.2013 Frankreich_/_Chalon_.s_Saone

07.09.2013_-_14.09.2013 Frankreich_/_Le_Bourg-d`Oisanas

14.09.2013_-_23.09.2013 Frankreich_/_Marseillan_Plage

23.09.2013_-_30.09.2013 Frankreich_/_Pyrenäen_/_Ascou

30.09.2013_-_14.10.2013 Frankreich_/_Marseillan_Plage

14.10.2013_-_17.10.2013 Heimreise

 

09.01.2013 - 06.02.2013 Dominikanische Republik / Punta Cana

Riu Naiboa Beach Resort Punta Cana

Im grauen und nebeligen November 2012 entschließen wir uns, diesem Wetter im Januar zu entfliehen. Unsere Wahl fällt auf die Karibik. Zahlreichen Informationen zufolge versucht man, in der Dominikanischen Republik den Massen- und Billigtourismus der 80er Jahre in einen hochwertigeren Tourismus zu überführen - wir werden uns das mal ansehen. Anfang Dezember zeigt der Winter seine Krallen und zu Weihnachten werden in Bayern die Biergärten geöffnet.

Reisebericht Karibik

Segway Tour:

Video Karibik

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12.05.2013 - 19.05.2013 AIDAaura / Adria

Silberhochzeit

Detailbericht der Kreuzfahrt

Fotoshow AIDAaura 2013

Video: Stadtrundgang Dubrovnik

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23.06.2013 - 30.06.2013 Harz

N51 43.219 E11 08.288 Hotel Stubenberg

Am Sonntag den 23.06. treffen wir uns mit Doris und Thomas in Bispingen bei Mc Donalds und fahren gemeinsam mit den Motorrädern in den Harz nach Gernrode. Im Hotel Stubenberg, wo wir im Dezember schon zur Einweihung waren, werden wir erwartet.

Am Montag fahren wir eine große und tolle Runde durch den Harz. Hier zeigt sich, dass zwischen einem tollen Tag und Chaos nur ein Wimperschlag liegt. Thomas und Doris verunglücken auf der Fahrt zum Stubenberg. Doris wird ins Krankenhaus eingeliefert - Knie kaputt, Thomas kommt ohne äußerliche Schäden davon, das Moped muss geborgen werden. Thomas bricht den Urlaub ab und bringt mit Henry sein defektes Motorrad nach Hause. Wir besuchen Doris mehrfach im Krankenhaus in Nordhausen.

Am Donnerstag kommen dann die ersten Hamburger und wir fahren am Freitag eine schöne Runde mit den Motorrädern. Leider kommt es auch hier zu einem Unfall: Jörn legt sich mit einem Bus an. Hierbei reißt seine linke Fußraste ab und er quetscht sich die Wade. Sein Moped holen wir in der Woche darauf aus dem Harz ab und stellen es gleich bei Q-Bike zur Reparatur ab. Der Boxer muß nach der Abholung von Jörn`s Motorrad auch in die Werkstatt, da der Auspuff durch ist.

Leider spielt das Wetter nicht so mit und der Samstag wird für die Motorradfahrer zur Regenfahrt und auch die Wanderer bekommen etwas Nässe ab.

Motorradtour im Harz zum Stubenberg

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16.07.2013 - 19.07.2013 Nordfriesland / Tönning

N54 18.662 E8 56.174 Campingplatz Eiderblick

In Tönning wollen wir unser Equipment noch mal auf Herz und Nieren testen, damit während der großen Reise hoffentlich keine unliebsamen Überraschungen auftreten. Im Komfort Eidercamp beziehen wir unseren Stellplatz. Es ist sehr warm und sonnig. Mit dem Motorrad machen wir eine kurvenreiche Tour durch Nordfriesland und besuchen in Stadum Kalli und Mugge, wobei Kalli noch nicht zu Hause war. Mit dem Fahrrad fahren wir zum Eidersperrwerk und genießen das tolle Wetter. Zum Essen fallen wir immer in der Fischereigenossenschaft in Tönning ein. Auch decken wir uns für zu Hause mit Matjes bester Qualität ein.

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15.08.2013 -  27.08.2013 Schwarzwald / Freudenstadt

N48 27.562 E8 22.393 Camping Langenwald

Am Donnerstag den 15.8. gehen wir wieder auf Reise. Mit einer Übernachtung in Kirchheim fahren wir in den Schwarzwald nach Freudenstadt. Kathrin geht es mittlerweile besser, dafür hat es mich wieder schwer mit einer Sehnenreizung im rechten Fuß erwischt. Fahren geht, laufen nicht - laufen wird auch überschätzt.

Auf dem Campingplatz hat sich einiges getan im Bereich Sanitär, dafür ist der Platz aber voll belegt, die Anlagen entsprechend ausgelastet, und wir bekommen den letzten freien Stellplatz an dem kleinen Bächlein. Die platzeigene Campingwirtschaft hat die wohl beste Schwarzwälderkirschtorte im Programm und die ebenfalls von Oma selbst hergestellten Obstkuchen machen (auch die nicht "süße" Kathrin!) richtiggehend süchtig!

Kathrins Fuß bleibt leider noch lange dick angeschwollen, wird mit Medizin und Eis versorgt und passt anfänglich in keinen Schuh, was Laufen und Moppedfahren unmöglich macht - völlig frustrierend, als Bernd alleine losdüst....!

Nach einigen weiteren Tagen passt dann aber Bernds (zwei Nummern größerer) Bergschuh - wenigstens zum Moppedfahren und wunderbare gemeinsame Strecken folgen durch die herrliche Schwarzwaldlandschaft bei schönem, nicht zu heißem Wetter!

Motorradtour Nordschwarzwald Tour 1

Motorradtour Nordschwarzwald Tour 2

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27.08.2013 - 05.09.2013 Schwarzwald / Todtnau Muggenbrunn

N47 51.837 E7 55.006 Campingplatz Hochschwarzwald

Um weitere Motorradtouren auch im südlichen Schwarzwald fahren zu können, ziehen wir auf den auf 1050m hoch gelegenen Campingplatz in Muggenbrunn um. Der Platz begrüßt uns mit Regen, Gewitter und Wolken zum "Anfassen".

In den folgenden Tagen erschließen sich uns landschaftlich und fahrerisch wunderbare Strecken, so z.B. durch das Münstertal, "Schau-ins-Land" (aus gutem Grund am Wochenende für Moppeds geschlossen...) sowie im Südschwarzwald rund um den Feldberg. Eine Tour führt uns auch nach Ettenheim zu dem örtlichen Triumph-Händler, um erneut die Kupplung untersuchen zu lassen. Hierbei erkunden wir kleine Straßen und urige Dörfer, die wir sohl sonst nie gesehen hätten. Auch das durch die "Schwarzwaldklinik" berühmte Glottertal sowie die "Kandel-Passage" nehmen wir dabei unter die Räder und haben dabei viel Spaß und schöne Eindrücke.

Während mein Zehgelenk langsam wieder gut wird, hat Bernd weiter ziemliche Probleme mit den Sehnen in den Beinen und später dem Knie, was uns vorsorglich zum Verlängern und Abwarten der Entwicklung zwingt.

Am letzten Tag gönnen wir uns noch eine Touri-Attraktion: In Todtnau gibt es eine Seilbahn auf den Hausberg "Hasenhorn", wo man sicherlich prima wandern kann. Von dort aus windet sich aber auch eine 2,9 km lange Sommerrodelbahn ("Coaster") mit rasanter Streckenführung und engen Kurven den Berg hinab. Das Ganze kostet mit Gästekarte (mind. 3 Tage) nur Euro 2,80 pro Person und macht einen Heidenspaß! Unbedingt empfehlenswert - auch für "Fußkranke"!

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05.09.2013 - 07.09.2013 Frankreich / Chalon .s Saone

N46 47.052 E4 52.331 Camping du Pont de Bourgogne

Am 05.09. brechen wir - nach Diskussion, ob wir bei dem tollen Wetter und der Umgebung eigentlich verlegen sollten - dann doch nach Frankreich auf. Nach einem kurzen Stück französischer Autobahn um Mulhouse herum wagen wir uns auf die Nationalstrasse 83. Eine hübsche Strecke schlängelt sich durch ausgewaschene Felsen am Flüsschen Doubt entlang. Die Gegend ist nur wenig bewohnt und recht idyllisch. Unsere Karte ist leider nicht sehr detailliert, so dass wir nach Bewältigung von Besancon auf die - eigentlich nicht in voller Länge - angepeilte Strecke über Lons-le-Saunier (mit netter Altstadt) kommen. Das letzte Stück nach Chalon führt uns durch die "Bresse", ein Landstrich der für seine Geflügelwirtschaft bekannt ist (die Queen soll hier jahrzehntelang die Weihnachtsgans bestellt haben....). Die mittelalterlichen Städtchen haben uns hier her gelockt, die wir bei einer Moppedtour in den nächsten Tagen besichtigen wollen.

Es ist mit 32°C eines der heißesten Tage und wir sind bei der Ankunft einigermaßen erschlagen! Nur noch Sonnensegel aufbauen, duschen und Pizza vom Kiosk holen!

Am nächsten Morgen meldet sich Bernds anderes Knie mit heftigen Schmerzen zu Wort. Da mir die Anzahl der geöffneten Sanitärobjekte auf dem Campingplatz nicht behagen und das Wetter irgendwie unbeständig wirkt, packen wir nicht das Mopped aus, sondern planen erst einmal nach dem Frühstück unsere Weiterfahrt.  

Danach starten wir zu einer Stadterkundung nach Chalon. Über die kleine vorgelagerte Insel St. Laurent mit variantenreicher Gastronomie erreichen wir die Altstadt-Fußgängerzone mit ihren Fachwerk- und alten Steinhäusern. Die Szenerie ist "ganz nett", Erhaltungszustand und Architektur haben wir aber schon deutlich schöner gesehen. Sehr hübsch zeigt sich die Kathedrale mit ihren zwei Türmen (ähnlich Notre Dame in Paris) einem verschachtelten Kirchenschiff und schönen Glasfenstern. Auch die Barockkirche St. Pierre neben dem Rathaus (auf einem großen Platz mit viel Leben und skurrilen Lampen) ist sehenswert.

Am Abend zieht ein Gewitter über uns hinweg, dass nach unserer Überquerung hin noch "an Fahrt aufnimmt" - noch lange hören wir das Grollen bzw. sehen das Wetterleuchten in der Ferne.

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07.09.2013 - 14.09.2013 Frankreich / Le Bourg-d`Oisanas

   N45 06.873 E6 00.472 RCN-Camping Belledonne

Der Regen am Morgen treibt uns zur Weiterfahrt in die Berge. Nahe Grenoble liegt unser nächstes Ziel. Dort wollen wir mit dem Motorrad nach Alpe-d`Huez auf den Spuren der Tour de France fahren.

Schon die Einfahrt in das Gebiet ist eindrucksvoll und erinnert mit seinen steilen Felsenwänden eher an eine norwegische Fjordlandschaft. Es erheben sich hier wahrhafte Giganten um die 4.000 m! Der Campingplatz liegt bei Le Bourg "mittendrin" und beherbergt eine Menge (holländische) Radfahrer, die für diese Gegend typisch sind (beides!).

Als erstes nehmen wir tatsächlich die Straße nach Alpe-d`Huez unter die Räder. Sie besteht auch 21 recht gut fahrbaren Serpentinen und erinnert auf der Landkarte an eine Servietten-Knicktechnik.  Das Dorf selbst ist recht ursprünglich, ganz oben befindet sich jedoch ein potthässlicher, postmoderner Wintersport-Zirkus, der gegenwärtig nicht in Betrieb ist (Geisterstadt, außer den Radfahrern, die es geschafft haben). Wir folgen einem PKW, der sich offenbar auskennt, weiter nach oben. Ein kleines Teerband führt über karge Felsen zum "Lac de Besson", in dem es auch Forellen geben soll. Wanderer steigen hier aus und zwei Jäger bringen ihre Beute (Gamsbock) zum Auto.

Aufgrund der Empfehlungen einer Broschüre, die wir auf dem Campingplatz erhalten haben und in dem "exceptionelle" Routen aufgeführt sind, suchen wir uns unseren Weg herunter über den Col de Sarenne. Die kleine Straße führt durch unwirklich wirkende, karge Hänge. Das Farbspiel ist einmalig und erinnert uns beide sofort an das Gesehene bei Wanaka in Neuseeland! Nach dem Pass windet sich die Straße mit vielen enge Kurven und Serpentinen vorbei am Plateau d`Emparis mit seinen grünen Hängen und bizarren Felsformationen. Der einzige "Verkehr" besteht aus Radfahrern, die sich auch dieser steilen Herausforderung stellen. Es geht bergab durch liebevoll gepflegte Bergdörfchen mit Felssteinhäuschen und bunten Blumenkübeln. Die Straße endet bei dem großen Stausee (derzeit mit wenig Wasser) und dem türkisen See Lac d´Chambon. Nach kurzer Zeit auf der Hauptstraße, biegen wir zu den "Balkons d´Auris" ab (ebenfalls aus der Broschüre), eine enge Höhenstraße direkt an den  Fels gehauen, mit kleinen Tunnels bzw. Gallerien und herrlichem Blick über das Tal und das Bergpanorama. Man kann sich gar nicht satt sehen! Diese Straße endet in dem Ort "la Garde"auf der Alpe-d´Huez-Straße, die wir wieder zurück fahren.

Am nächsten Tag nehmen wir eine größere Tour in Angriff: Sie führt uns über die D 91 über schön zu fahrende Kurven, durch Tunnels und am Rande einer tiefen Schlucht entlang. Später stehen wieder gigantische, steile Felswände "direkt vor uns an der Straße". Wir legen bei la Grave angesichts des grandiosen Blicks auf den Gletscher "le Meije" ( 3.983 m) eine Rast mit Fotostopp ein, bevor wir uns zum Pass Lautaret vorarbeiten. Danach biegen wir zum eigentlichen Ziel, dem Col de Galibier 2645m (auch eine Tour de France-Etappe mit entsprechenden "Straßenmalereien"), ab. Kurz unter dem Pass, führt ein Tunnel zum anderen Ende. Wagemutigere können sich in enge Kurven (mit reichlich Ausblick in die Tiefe, ohne Leitplanke und natürlich mit Radfahrerbegleitung) an den höchsten Punkt hochschrauben. Die Sicht auf die alpine Umgebung ist in jede Richtung beeindruckend!

Mit weiterhin tollen Kurven wedeln wir hinab ins Tal und stürzen uns auf den nächsten Pass, den Col de la Croix de Fer. Leider kommen wir zwischendurch irgendwie vom Weg ab, was uns eine eingehende Erkundung der Umgebung einbringt: alles wieder mit sagenhaften Kurven und einem Geister-Wintersport-Ort, in dem uns das Navi ins "Nirwana" schicken will. Mit englisch-französischer Zeichensprache mit den einzigen drei Personen, die dort anwesend sind, erhalten wir neue Hoffnung auf eine Rückkehr! Und tatsächlich: wir landen auf einer wunderschönen Berg- und Passstraße, die zwischendurch noch einen "Panorama"-Abschnitt hat. Nach dem Pass windet sich die Straße nach Allemont in flotten Kurven abwärts. Leider fehlt uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit die Muße, hier noch länger zu verweilen. Das muss wohl noch einmal nachgeholt werden!

Zwei Tage später geht es an weitere "exceptionelle" Routen. Die kurvige Höhenstraße von Allemont über Villard Reculas, die sich hier als enge Trasse mit Holzleitplanke hoch über dem Tal nach Huez entlang schlängelt, macht heute den Anfang.

Es folgt die N 530, die in den Kessel des Ecrin-Massivs führt. Die ersten ca. 20 km haben eher den Anspruch an eine Weserbergland-Straße, allerdings mit sehr reizvoller Umgebung (eindrucksvolle Felswände und ein munterer Bachlauf). Dann aber wird sie wirklich "exceptionell": Die Straße schraubt sich  mit steilen Serpentinen in den Fels gehauen bergauf, durch das urige Bergdorf St. Christophe, mit zackigen Kurven am Fels entlang, durch Geröllfelder - jetzt einspurig mit Ausweichbuchten ("Refuge") - und Birkenhaine mit bizarren Felsformationen. An Ende erwartet einen der Gipfel Barre des Ecrins mit 4.102 m - und diverse deutsche Wohnmobile (obwohl man hier sonst kaum Deutsche sieht...). Der Rückweg auf gleicher Strecke eröffnet noch einmal andere Perspektiven - auf alle Fälle eindrucksvolle!

Im Anschluss nehmen wir "route exceptional 5" in Angriff, zu der die Broschüre sagt, man möge sie sehr vorsichtig befahren..... Eine kleine Straße windet sich von Bourg aus zu dem Bergdörfchen Notre Dame durch den Wald und am Felsen angeschmiegt entlang. Auf dem Weg erwarten einen atemberaubende Ausblicke, finstere, uneinsehbare, einspurigeTunnel und eine insgesamt abenteuerliche Streckenführung mit zum Glück wenig Verkehr. Der Abschleppwagen aus dem Dorf begegnet uns genau an der Stelle, wo man sich gegenseitig ausweichen kann.... (wir stellen das Video später ein - ohne dieses kann man sich die Route nicht wirklich vorstellen! Danach glaubt man es immer noch nicht wirklich....)

Egal! In dieser Gegend gilt:  Immer, wenn man glaubt, die Zivilisation aufgrund der Höhe oder Weite bereits hinter sich gelassen zu haben, taucht von irgendwoher mind. ein Radfahrer auf (so auch auf den letzten beiden Strecken!). Ob das alles Holländer sind, vermögen wir nicht abschließend zu sagen....

Wie die Radfahrer, so sind auch die Lawinengefahren allgegenwärtig: Überall ermahnen einen Warnschilder, -tafeln, Lichtzeichen und Zäune daran, dass sich jeden Moment Steinschlag aus den Wänden lösen kann - die Kehrseite dieser sensationellen Landschaft.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass diese Gegend hervorragende Bedingungen zum Motorradfahren bietet: Tolle Kurven und Serpentinen, auf schnelleren Straßen und kleinen Aussichtsrouten, alle gut fahrbar, mit gutem bis sehr gutem Belag, eine beeindruckende Landschaft mit steilen, geologisch interessanten Felswänden, schneebedeckten Gipfeln, türkis-blauen Seen, schattigen Wäldern und urtypischen Felssteindörfchen. Und meistens sind wir hier ganz allein unterwegs......Hier sind wir nicht das letzte Mal gewesen!

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14.09.2013 -  23.09.2013 Frankreich / Marseillan Plage

N43 18.901 E3 32.928 Camping Beauregard

Der Reisetag beginnt lausig kalt, dafür ist es aber sonnig und die Berggipfel verabschieden uns mit einer tollen Aussicht. Über die Autobahn geht es nach Süden, für uns durchgängig ohne Stau und recht zügig. In der Gegenrichtung hat die Rückreisewelle nach "Norden" mit langen Staus und zäh fließendem Verkehr eingesetzt. Mit den Mautstationen kommen wir inzwischen wieder ganz gut klar. Der Campingplatz vermittelt sich mit seinem mediterranen Flair aber ´mal wieder für uns beide als gewöhnungsbedürftig: wesentlich kleinere und engere Standplatzverhältnisse, "luftige" Sanitäreinrichtungen ohne Toilettenpapier und alles ein bisschen lauter als bisher. Der lange Strand, an dem man wunderbar laufen kann, entschädigt aber für alles. Das Wetter muss uns allerdings ein wenig vom Golfe du Lion zeigen mit einer Regennacht und kühlem und heftigem Mistral. Die Sonne kommt aber immer wieder durch und wärmt dann gleich heftig. Wir lernen die Einkaufsmöglichkeiten der weiteren und näheren Umgebung kennen, wobei der Ort mit vielen kleinen, wuseligen Geschäften (allerlei Nippes), Restaurants und Marktständen mit frischem Obst, Gemüse und Fisch aufwartet. Letzteres trägt dann auch zum Wohlfühleffekt bei.

Unsere Streckenplanung Richtung Pyrenäen läuft weiter; einige Tage wollen wir hier aber noch relaxen (vor allem auch Bernds Knie endlich auskurieren) - mal sehen, wann es uns weiter treibt.

Bis dahin genießen wir noch einige schöne Tage am weißen Strand, der vormittags nur wenig frequentiert ist, mit blauem, allerdings recht kühlem Wasser (sonst fast karibische Verhältnisse)! Das täglich Baguette darf natürlich nicht fehlen und wir leben mit allerlei Köstlichkeiten und Wein von "Madamme" (der Laden direkt vor dem Campingplatz) "wie Gott in Frankreich".

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23.09.2013 - 30.09.2013 Frankreich / Pyrenäen / Ascou

N42 43.465 E1 53.587 Camping Ascou la Forge

Mitten in den Bergen bei Ax-le-Thermes auf 1100 m Höhe liegt dieser wunderschöne, sehr naturbelassene, fast einsame Platz. Die Anfahrt ist recht steil, kurvig (auch mit zwei Spitzkehren), eine tolle Moppedstrecke, aber für ein Gespann mit ca. 12m Länge nicht so geeignet, zumal die Straße auf längeren Abschnitten auch noch einspurig wird! Später bemerken wir, dass auch Holzlaster diesen Weg befahren.....also, toi, toi, toi, dass keiner entgegen kommt! Der Schweiß steht uns jedenfalls gehörig auf der Stirn.

Bernd beäugt den Hinterreifen unseres "Tigers" schon seit Grenoble recht kritisch. Im Gegensatz zu seinem namensgleichen Vorgänger verträgt dieser offensichtlich deutlich weniger Kilometer als geplant!  Wie viele Touren lässt er uns wohl noch machen? Auf dem Campingplatz kommen wir mit dem dort angestellten Paar, Nina und Jan (natürlich Niederländer!), in Kontakt, die uns erklären, dass man in Andorra prima neue Reifen kaufen und aufziehen lassen kann! Nur nicht am Wochenende. Es ist Dienstag, also führt uns unsere erste Tour genau dorthin!

Die Pass-Straße N20 schlängelt sich kurvenreich mit tollen Ausblicken Richtung Andorra hoch und ist die Haupteinfallstraße. Trotzdem gibt es dort auch einige idyllische Streckenabschnitte mit Rundbrücken aus Felssteinen über tiefe Schluchten. hübsche Waldpassagen und atemberaubenden Höhenunterschieden. Man passiert die Grenze zum Steuerparadies Andorra ohne wirkliche Kontrolle (im Gegensatz zur Ausfahrt ins Umland), dann um die Kurve und ufff...: Es erwartet einen eine hochkommerzielle Shopping-Mall auf rd. 2000 m Höhe in "Pas de la Casa". Das Ganze mutet wie eine Trabantenstadt auf einem fremden Stern an. Parkplätze gibt es - auch für Moppeds - nicht kostenlos und wir suchen in dem Gewirr von Schildern, Werbung, Fahrzeugen und Fußgängern nach einem Reifenhändler - ohne Erfolg! Die Szenerie erschlägt uns derart, dass wir schnell über den 2408 m hohen Pass Port d´Envalira (mit ausreichend Kriechspuren für Wohnmobile und andere "Fußkranke") ins "Landesinnere" abdampfen. Dort erwarten uns tolle Serpentinen (mit zweiter Spur!) und reichlich Geschwindigkeitsbegrenzungen auf max. 70 km/h.  Wir entdecken ein letztes Kleinod in Form einer Felssteinkirche in Canillo. Ansonsten ist alles Wintersportregion und dementsprechend zur Zeit schäbig, leer und ohne irgendwelches Leben.

Der noch größere Schock sucht uns aber in der Hauptstadt "la Vella" heim: ein reiner Konsum-Ort mit kleinen, engen Straßen voller Menschen, Autos, Geschäften, überall Werbetafeln von "Gucci" und anderen, ähnlichen Premiummarken und diversen Umleitungen - man könnte das Ganze als großstädtisch bezeichnen, nur dass es z.B. in der Hamburger Innenstadt deutlich geordneter abläuft! Bloß weg hier! Beim Verlassen des Ortes (gar nicht so einfach wegen der Umleitungen) sehen wir beim Tanken (wirklich billig da!) noch Reifenausschilderungen - wir haben aber genug! Und so bahnen wir uns den Weg unserer Rundtour über das spanische Le Seu d´Urgell, über die N260 zwischen zwei beeindruckenden Gebirgszügen hindurch nach Piugcerdá und zurück über den 1920 m hohen, schön zu fahrenden Pass Col de Puymores in Richtung unseres Domizils. Um einen Überblick zu bekommen, ist diese Tour ganz hilfreich.

Jan liefert uns auf dem Campingplatz noch einmal Detailangaben zu einem Reifenhändler im ersten Andorra-Ort. Im Moment klebt das Gummi aber ganz ordentlich am trockenen Belag und so beschließen wir, unsere Fahrt über kleine Straßen noch einmal dorthin zu planen. Lange Rede, kurzer Sinn: Nach einigem Rumkurven in "Pas de la Casa" finden wir Bruno´s Garage, der aber keine Reifen für unsere Maschine hat! Also fahren wir jetzt die Pelle hier runter bis es nicht mehr geht und dann ist halt Schluss!

Dabei lernen wir kleine, fast einsame Straßen kennen, die uns auf fast menschenleere Pässe mit hervorragenden Aussichten auf die Hochpyrenäen, zackigen Kurven bzw. Spitzkehren und wunderschönen Landschaften versorgen; dabei heißt es auch mal, eine Kuhherde auf der Straße mit "sanfter Gewalt" zu durchdringen. Wir durchqueren abenteuerliche, sehr enge Felsschluchten (die nur die Straße durchlassen), hangeln uns an steilen Hängen ohne Seitenbegrenzung `rauf und `runter und kommen in verwunschene Dörfchen mit Blumenschmuck, Bachlauf, mit Wein bewachsenen, dicken Wehrtürmen und kleinen Rundbrücken aus Felssteinen. Über uns kreisen Greifvögel und es riecht nach Kräutern. Beeindruckend!

Der Reifen gibt - nach heldenhaftem Durchhalten auch ohne Profil auf der Lauffläche - langsam auf, das Wochenende und ein Wetterwechsel nahen und wir beschließen, am Montag wieder ans Mittelmeer weiter zu fahren.  Den "Rest" der Pyrenäen wollen wir aber im nächsten Jahr "unter die Räder" zu nehmen - dann mit ausreichend Restprofil!

Das Wochenende genießen wir auf dem ruhigen, sonnigen, idyllischen Campingplatz mit Blick auf die Bergwelt, spazieren ein wenig durch den Wald am nahen See entlang und schnacken mit unseren holländischen Nachbarn - ganz gemütlich.

 ....und abends schlafen wir immer mit dem Ruf des Käuzchens ein.....

Bei der Abfahrt passiert es uns dann - wie nicht anders zu erwarten: Der Holzlaster begegnet uns an der engsten Stelle auf der einspurigen Strecke! Aber Bernd behält einen kühlen Kopf, setzt das Gespann langsam bis zur nächsten Ausweichmöglichkeit zurück, so dass der Laster vorbei kann. Ab jetzt kann ihn auch die Anfahrtsstrecke zu diesem Campingplatz nicht mehr schrecken!

 

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30.09.2013 - 14.10.2013 Frankreich / Marseillan Plage

N43 18.901 E3 32.928 Camping Beauregard

Wieder in Marseillan Plage angekommen! Im Gegensatz zu uns reisen bereits viele ab; scheinbar ist die Saison Ende September - zumindest in den Köpfen - schlagartig zu Ende. Auch die Geschäfte schließen reihenweise.

Es folgen zwei unbeschwerte Strandtage bei schönstem Wetter - Bernd badet sogar noch. Dabei beobachten wir, wie die Strandbars nach und nach abgebaut werden. Kaum sind die "eingemottet", stellt sich ein Tiefdruckgebiet, diesmal mit warmem Wind aus der Sahara ein: Es stürmt 2 Tage lang tags und nachts sehr heftig, das Meer tobt und frisst den Strand fast vollständig weg! Kalt ist es aber nicht, und sturmerprobte Norddeutsche machen bei so ´was Strandspaziergänge - eine ordentliche Brise um die Nase wehen lassen.....mal sehen, wie lange das so weiter geht! Die Frenchies geben jedenfalls mit anhaltendem Getöse frustriert auf!

Vielleicht haben sie auch eine Unwetterwarnung gehört! Am 04.10. gegen 18.00 Uhr bricht über uns ein Unwetter herein, dass wir als eines der Schlimmsten empfinden, die wir je erlebt haben: Blitze durchzucken in kurzen Abständen den sonst pechschwarzen Himmel, der Donner erschüttert den Platzboden, der den sofort einsetzenden Starkregen gar nicht aufnehmen kann. Der Strom ist nach wenigen Minuten weg, die Platzbeleuchtung damit auch (nur das Waschhäuschen steht wie ein Fels in der Brandung mit letztem Licht!) und wir drohen - ohne Übertreibung - mit unserem Wohnwagen abzusaufen! Wir haben vorsichtshalber unsere Wertsachen für eine eventuelle "Flucht" bereitgestellt! Als der Regen nach ca. 2 Stunden etwas nachlässt, sichert Bernd kaum bekleidet die Kabeltrommel vor dem sich abzeichnenden Wassertod. Das Meer tobt hinter der Düne, und nachdem der Wind auf ablandig gedreht hat, zuckt jetzt noch stundenlang Wetterleuchten über das Wasser!

Am nächsten Tag weckt uns blauer Himmel, ein laues Lüftchen und ein zurückgezogenes Meer mit mäßiger Brandung. Also beschließen wir, gegen unserer gestrigen Entscheidung doch noch zu bleiben. Das Wetter der folgenden Tage belohnt uns reichlich dafür. Wir können noch einige Male baden und bei fast endlosen Strandspaziergängen nach hübschen Muscheln suchen - besser als Kastanienmännchen zu bauen!

Noch einmal ergibt sich die Gelegenheit zu einer (vorsichtigen) Moppedtour (mangels Reifenprofils) rund um das "Bassin de Thau" mit seinen ausgedehnten Muschelzuchtbänken. Entsprechend hält hier jeder noch so kleine Laden ein umfangreiches Muschelangebot bereit.

 

Da der Platz zum 15.10. schließt, wollen wir nach dem Wochenende am 14.10. unseren Heimweg Richtung Deutschland antreten. Als Stationen haben wir dabei Lyon, Sulzburg/Südschwarzwald, Würzburg und den Harz vorgesehen. Der letzte Tag bietet noch einmal einen fast einsamen Strandspaziergang und einige Stunden sonnen am Meer - ein schöner Abschied!

 

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14.10.2013 - 17.10.2013 Heimreise

Am 14.10. übernachten wir dann in Marcon (rd. 50 km nördlich von Lyon). Als Abendessen gönnt sich Bernd einen "Big Tasty", der ihn noch bis zum nächsten Tag vollständig sättigt. Die Autobahnfahrt in Frankreich verläuft aufgrund der guten Streckenbeschaffenheit und des vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommens sehr angenehm - die Autobahnmaut macht sich da bezahlt! Ab Mulhouse wird man wieder an deutsche Verhältnisse gewöhnt....

Der Campingplatz in Sulzburg beharrt auf seiner Mittagspause, so dass wir in dieser Zeit noch ca. 100 km weiter nach Norden vorstoßen. In Bühl bei Baden-Baden verbringen wir dann die Nacht auf einem asphaltierten Parkplatz des Campingplatzes, da der einsetzende Regen die Grasflächen schon völlig aufgeweicht hatte und es sogar Unwetterwarnungen wegen Überflutungen gab.

Am nächsten Morgen - bei Sonnenschein - geht es weiter über Heilbronn und Würzburg nach Dransfeld nahe Göttingen. Nach einem leckeren Abendessen in "Frank´s Piraterie" geht´s am nächsten Tag über Braunschweig und die B4 Richtung Heimat, die uns ab Geesthacht mit Regen empfängt, was das Ausladen nicht so erfreulich gestaltet. Bernd haut sich zum Abschluss noch einmal das Knie blau, als er den eigenmächtig wegrollenden Boxer stoppt - es wird aber nicht so schlimm...

Am Abend genießen wir dann schon wieder unser gemütliches Zuhause mit munter brummelndem Kamin.

 

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Stand: 20.12.13